OPC UA Übersicht
Technischer Überblick über OPC Unified Architecture
Unified Architecture (UA) ist die neueste aller OPC Spezifikationen der OPC Foundation und unterscheidet sich erheblich von ihren Vorgängern. Nach über 3 Jahren Spezifikationsarbeit und einem Jahr Prototypimplementierung wurde Ende 2006 die erste Version der Unified Architecture verabschiedet.
Wichtige Fakten vorweg:
- OPC UA ist:
dienstorientiert, plattformunabhängig, skalierbar, sehr schnell und dabei sicher
- OPC UA:
braucht kein SOAP, ist keine neue Version von XML DA, ist keine Erweiterung von DA 3.0
Neuerungen
Die ursprüngliche Bindung an COM/DCOM hat einen großen Beitrag zur Verbreitung von OPC geleistet, hatte jedoch auch entscheidende Nachteile:
- häufige Konfigurationsprobleme von DCOM
- keine konfigurierbaren Timeouts
- Bindung an das Windows Betriebssystem bzw. COM
- nur DCOM Security, nicht Client spezifisch
- öffnen der Firewall für DCOM
Aus diesen und weiteren Gründen hat man sich dazu entschieden, einen eigenen Kommunikationsstack für OPC UA zu entwickeln, welcher COM/DCOM ersetzt. Die wichtigsten Merkmale dieses Kommunikationsstacks sind:
- Portable ANSI C Implementierung
- Der Stack kann sowohl für Multithreaded Betrieb als auch für den Singlethreaded/Singletask Betrieb kompiliert werden, was wichtig für die Portierung auf Embedded Geräte ist
- Eigene Security Implementierung, basierend auf den neuesten Standards
- Konfigurierbare Timeouts für jeden Service
- Chunking von großen Datenpaketen
Weitere Neuerungen betreffen die Funktionalität. OPC UA fasst die derzeitigen Spezifikationen zusammen (DA, AE, HDA, Commands, Complex Data) und vereinheitlicht dabei Funktionen wie z.B. Browsing. In einem Informationsmodell werden Objekte bereitgestellt, die z.B. Daten besitzen aber auch Alarme auslösen oder eine Historie liefern können.